Frische Focaccia mit Rosmarin und Salz auf einem Brett serviert.

Original italienische Focaccia

Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch gebackener Focaccia. Dieses fluffige, goldbraune Brot mit seinen mediterranen Aromen ist für mich ein kleines Stück Urlaubsgefühl auf dem Teller. Ob als perfekte Beilage zu Pasta und Salaten, als Star beim Grillabend oder einfach pur mit einem Glas Wein – Focaccia begeistert immer.

Das Beste an diesem Rezept? Du musst kein Profi-Bäcker sein und dir auch nicht die Hände beim Kneten müde machen. Dank der langen Teigruhe über Nacht entwickelt das Brot ein unglaubliches Aroma und diese typisch luftige Struktur mit den großen Blasen, die wir beim Italiener so lieben. Ein wenig Geduld ist gefragt, aber der Aufwand ist minimal!

Frische Focaccia angeschnitten auf einem Brett.

Das Geheimnis der perfekten Focaccia: Tipps & Tricks

Damit deine Focaccia so richtig authentisch wird, habe ich hier ein paar Gelingtipps für dich gesammelt:

1. Das richtige Mehl

Für eine Focaccia kannst du ganz normales Weizenmehl (Type 405) nehmen. Wenn du es aber etwas elastischer magst, probiere mal das italienische Mehl Type 00.

2. Olivenöl ist der Schlüssel

Spar beim Olivenöl bitte nicht! Es sorgt nicht nur dafür, dass der Teig nicht klebt, sondern schenkt dem Brot seine unverwechselbare, fast schon frittierte Knusperkruste am Boden und an den Rändern. Nutze hier am besten ein hochwertiges, natives Olivenöl extra.

3. Warum die Übernacht-Gare?

Durch die lange Ruhezeit im Kühlschrank fermentiert der Teig langsam. Das macht ihn nicht nur bekömmlicher, sondern sorgt auch für die komplexen Aromen und die spektakulären Luftblasen.

Lust auf noch mehr Back-Inspiration?

Wenn du die Kombination aus fluffigem Teig und herzhaftem Belag liebst, schau dir unbedingt meine weichen Käsebrötchen wie vom Bäcker an. Magst du es etwas rustikaler, ist vielleicht auch dieses einfache Baguette etwas für dich.

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Zutaten

Für 1 Brot
1
500 g Mehl
2 TL Salz
2 Tüte(n) Trockenhefe
oder 1 Würfel frische Hefe
450 ml lauwarmes Wasser
1 TL Zucker
N.B. Olivenöl
2 Zweige frisches Rosmarin
Arbeitszeit
10 Min.
Gesamt
40 Min.

Zubereitung

  1. Den Teig anrühren (Vortag)

    Vermische das Mehl, das Salz, die Trockenhefe und den Zucker in einer großen Schüssel. Gieße das lauwarme Wasser hinzu und verrühre alles mit einem Holzlöffel zu einem klebrigen, sehr feuchten Teig.

    Hinweis: Wundere dich nicht – der Teig ist viel flüssiger als normaler Brotteig. Das muss genau so sein! Wenn du frische Hefe verwendest, löse sie vorher kurz im Wasser auf. Reibe den Teig in der Schüssel zum Schluss mit etwas Olivenöl ein und decke ihn mit einem feuchten Tuch oder Folie ab.

  2. Falten für die Struktur (Optional)

    Für die ultimativen Luftblasen kannst du den Teig "dehnen und falten". Feuchte deine Hände an, greife eine Seite des Teigs, ziehe sie vorsichtig hoch und klappe sie zur Mitte hin um. Wiederhole das an allen vier Seiten. Wenn du Zeit hast, mach das alle 30 Minuten etwa viermal. Keine Sorge: Wenn es schnell gehen muss, überspring diesen Schritt einfach – der Teig wird trotzdem toll! Danach wandert die Schüssel über Nacht (für mindestens 12 Stunden) in den Kühlschrank.

  3. Der große Tag: Die Ruhe in der Form

    Am nächsten Tag nimmst du eine Backform oder ein tiefes Blech, legst es mit Backpapier aus und beträufelst den Boden großzügig mit Olivenöl. Falte den kalten Teig in der Schüssel ein letztes Mal zusammen und lass ihn sanft in die Form gleiten. Bestreiche die Oberfläche mit etwas Öl. Jetzt braucht der Teig Ruhe: Lass ihn 3–4 Stunden bei Raumtemperatur aufgehen, bis er sich in der Form ausgebreitet hat und herrlich wackelig-luftig aussieht.

  4. Das „Dimpling“ – Mulden drücken

    Heize den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Jetzt kommt der spaßigste Teil: Bestreiche den Teig und deine Hände noch einmal mit Olivenöl. Drücke mit deinen Fingerspitzen vorsichtig tiefe Mulden in den Teig.

    Wichtig: Sei behutsam! Die großen Luftblasen, die jetzt entstehen, sollen auf keinen Fall zerplatzt werden – das ist das Markenzeichen deiner Focaccia.

    Zubereitungsschritt - Bild 1
  5. Veredeln und Backen

    Verteile frische Rosmarinzweige in den Mulden und bestreue das Brot mit grobem Meersalz. Hier kannst du kreativ werden: Auch halbierte Cherrytomaten, Oliven oder rote Zwiebeln schmecken fantastisch. Schiebe die Focaccia für 25–30 Minuten in den Ofen, bis sie tiefgoldbraun und knusprig ist.

  6. Abkühlen und Genießen

    Hole das Brot aus dem Ofen und lass es in der Form (oder auf einem Gitter) mindestens 15 Minuten abkühlen. Das ist wichtig, damit die Krume im Inneren stabil wird. Danach: Anschneiden und genießen!

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Häufige Fragen und Antworten

Kann ich die Focaccia auch ohne Rosmarin zubereiten?

Natürlich kannst du die Focaccia ganz nach deinem Geschmack anpassen! Rosmarin ist ein klassisches Gewürz für Focaccia, das dem Brot seinen typischen mediterranen Charakter verleiht. Aber wenn du kein Fan von Rosmarin bist oder einfach mal etwas anderes ausprobieren möchtest, gibt es viele Alternativen. Thymian oder Oregano passen ebenfalls hervorragend und geben der Focaccia eine ganz eigene Note. Auch Knoblauch oder Zwiebeln können für ein intensiveres Aroma sorgen. Wenn du es etwas fruchtiger magst, probiere es doch mal mit getrockneten Tomaten oder Oliven. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Focaccia schön luftig wird?

Das Geheimnis einer luftigen Focaccia liegt in der richtigen Teigführung. Es ist wichtig, dass du dem Teig genügend Zeit zum Ruhen gibst. Der Schritt, den Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen zu lassen, ist entscheidend. Dadurch entwickeln sich die Aromen besser und die Hefe kann ihre volle Wirkung entfalten. Auch das Falten des Teigs hilft, Luft in den Teig zu bringen, was zu einer fluffigeren Konsistenz führt. Achte außerdem darauf, die Mulden im Teig vorsichtig zu drücken, ohne die Luftblasen zu zerstören. So bleibt der Teig schön locker und du erhältst eine wunderbar luftige Focaccia.

Kann ich die Focaccia auch mit Vollkornmehl backen?

Ja, du kannst die Focaccia auch mit Vollkornmehl zubereiten! Vollkornmehl verleiht dem Brot einen kräftigeren Geschmack und macht es etwas gesünder. Beachte jedoch, dass Vollkornmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt als Weißmehl. Du solltest daher eventuell etwas mehr Wasser hinzufügen, um einen klebrigen Teig zu erhalten. Auch die Konsistenz der Focaccia wird etwas dichter und weniger luftig sein, was aber dem Geschmack keinen Abbruch tut. Wenn du möchtest, kannst du auch eine Mischung aus Weiß- und Vollkornmehl verwenden, um ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen.

Was kann ich tun, wenn mein Teig zu klebrig ist?

Ein klebriger Teig ist bei Focaccia ganz normal und sogar erwünscht, da er zu einer lockeren, luftigen Textur führt. Wenn der Teig allerdings zu klebrig ist und sich schwer handhaben lässt, kannst du deine Hände leicht mit Olivenöl einreiben. Das verhindert, dass der Teig an deinen Fingern kleben bleibt und erleichtert die Handhabung. Auch beim Falten des Teigs kannst du ein wenig Mehl auf die Arbeitsfläche streuen, um das Ganze zu erleichtern. Aber keine Sorge, auch wenn der Teig anfangs etwas widerspenstig erscheint, das Ergebnis wird dich am Ende mit einem herrlich weichen Brot belohnen!

Wie lange ist die fertige Focaccia haltbar?

Frisch gebackene Focaccia ist ein Genuss, der am besten am selben Tag verzehrt wird! Aber wenn du Reste hast, kannst du sie problemlos aufbewahren. Wickel die Focaccia in ein sauberes Küchentuch oder bewahre sie in einem luftdichten Behälter auf. So bleibt sie etwa 2 bis 3 Tage frisch. Wenn du sie länger aufbewahren möchtest, kannst du die Focaccia auch einfrieren. Schneide sie in Stücke, verpacke sie gut und friere sie ein. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur liegen lassen oder kurz im Ofen aufbacken, um die Frische aufzufrischen. So hast du immer ein Stück Italien griffbereit!

Nährwerte pro Brot

1.738
kcal
Eiweiß 12%
KH 86%
Fett 3%
Kalorien1.738 kcal
Eiweiß
50 g(12%)
Kohlenhydrate
365,8 g(86%)
Fett
5 g(3%)
Ballaststoffe15 g

Video zum Rezept

YouTube-Video: Original italienische Focaccia
Frisch gebackene Focaccia mit Rosmarin und Salz.

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Essen verbindet und macht glücklich – das erfahre ich seit mehr als einem Jahrzehnt jeden Tag, wenn ich für meine Familie koche und backe. Diese langjährige Leidenschaft und tägliche Praxis fließen in jedes meiner Rezepte ein. Weiterlesen …

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Hungriger Backfan
20. Februar 2026

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