Ein eigener Sauerteig-Starter (auch Anstellgut) ist der Schlüssel zu aromatischem, lockerem und natürlich gesäuertem Brot. Besonders für Anfänger eignet sich Roggenvollkornmehl ideal, da es von Natur aus viele wilde Hefen und Bakterien enthält – so startet der Fermentationsprozess zuverlässig.
Mit etwas Geduld und den richtigen Temperaturen ist dein Starter in wenigen Tagen aktiv und einsatzbereit. Anschließend kannst du ihn im Kühlschrank lagern und einmal pro Woche füttern, damit er stark und backbereit bleibt. Hier erfährst du alles Wichtige Schritt für Schritt.
Ich verwende dieses Gärglas von Krustenzauber, welches ich sehr empfehlen kann. Die Qualität ist top und es ist alles dabei, was man benötigt, inkl. Temperaturanzeige, Leinentuch usw.


Zutaten für 1 Portion
Für 1 PortionZubereitung
Mischung ansetzen
(Am besten morgens) 50 g Roggenvollkornmehl mit 50 ml handwarmem Wasser im Glas verrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
Ist die Mischung zu fest, bis zu 10 ml Wasser zusätzlich einrühren.
Das Glas mit einem Leinentuch oder Küchenpapier abdecken.
Etwa 24 Stunden bei 25–30 °C ruhen lassen (Backofen mit eingeschalteter Lampe funktioniert sehr gut). Bei 20–22 °C startet der Prozess, dauert aber etwas länger.Zutaten vermengen
Weitere 50 g Mehl und 50 ml Wasser hinzufügen und gut verrühren. Wieder 8–15 Stunden warm (25-30°C) ruhen lassen.
Erste Bläschen oder ein etwas strenger Geruch sind normal.Starter füttern
Ca. 150 g Starter entfernen, sodass 50 g übrig bleiben. Erneut mit 50 g Mehl und 50 ml Wasser füttern. 12 Stunden warm (25-30°C) stehen lassen.
Nun sollten Bläschen sichtbar sein und ein mild-säuerlicher Geruch entstehen.Starter füttern
Wieder einen Großteil entfernen, sodass 50 g übrig bleiben. 50 g Mehl und 50 ml Wasser zufügen. Etwa 8–12 Stunden bei 25-30°C fermentieren lassen.
Der Ansatz sollte sich nun deutlich heben (idealerweise verdoppeln).Starter füttern
Den Starter (50 g) einmal wie bisher mit 50 g Mehl und 50 ml Wasser füttern.
Wenn sich das Volumen innerhalb von 6–8 Stunden bei Raumtemperatur (20-22°C) verdoppelt und danach leicht wieder einfällt, ist der Starter aktiv und einsatzbereit.Sauerteig pflegen
So pflegst du deinen Sauerteig-Starter:
Wenn du alle 1–3 Tage backst, den Starter bei Raumtemperatur (20-22°C) lassen und täglich zur ähnlichen Zeit füttern.
Für gelegentliches Backen den Starter im Kühlschrank lagern.
Mindestens einmal pro Woche füttern, damit er aktiv bleibt.
Wichtig: Am Tag vor dem Backen sollte der Starter aufgefrischt werden.
Häufige Fragen und Antworten
Was mache ich, wenn mein Starter nicht blubbert oder sich hebt?
Keine Panik! Schau erstmal, ob die Temperatur passt – bei 25–30 °C geht’s schneller. Vielleicht braucht er einfach noch etwas Zeit oder eine frische Fütterung. Einfach ein bisschen Mehl und Wasser zugeben und weiter beobachten. Geduld ist hier der Schlüssel.
Kann ich auch anderes Mehl als Roggenvollkorn verwenden?
Klar, das geht! Roggenvollkorn ist super für den Start, aber du kannst später auch auf Weizen- oder Dinkelmehl umsteigen. Denk dran, dass sich der Geschmack und die Aktivität leicht ändern können. Einfach ausprobieren, was dir am besten schmeckt!
Wie lange kann ich meinen Starter im Kühlschrank aufbewahren?
Im Kühlschrank hält der Starter locker eine Woche ohne Fütterung aus. Wichtig ist nur, dass du ihn einmal pro Woche auffrischst, damit er aktiv bleibt. So ist er bereit, wenn dich das Backfieber packt!
Mein Starter riecht etwas streng. Ist das normal?
Ja, ein etwas strenger oder säuerlicher Geruch gehört dazu und zeigt, dass die Fermentation in vollem Gange ist. Solange er nicht faulig oder zu scharf riecht, ist alles im grünen Bereich!
Warum muss ich immer einen Teil des Starters entfernen?
Gute Frage! Der Starter wächst, wenn du ihn fütterst, und irgendwann wäre das Glas voll. Durch das Entfernen eines Teils erhältst du die Balance zwischen wilden Hefen und Bakterien aufrecht und sorgst dafür, dass er stark und aktiv bleibt.
Kann ich den Starter auch schneller aktivieren?
Ja, wenn du die Temperatur etwas höher hältst (aber nicht über 30 °C), könnte der Starter schneller aktiv werden. Aber sei vorsichtig, zu heiß ist auch nicht gut! Ein bisschen Geduld lohnt sich meist, um ein tolles Ergebnis zu bekommen.
Kann ich den Starter einfrieren?
Ja, das geht! Einfach vor dem Einfrieren gut füttern, dann in ein luftdichtes Gefäß und ab in den Gefrierschrank. Zum Reaktivieren langsam im Kühlschrank auftauen lassen und ein paar Mal füttern, dann ist er wieder einsatzbereit.

Entdecke ähnliche Rezepte
Hi, ich bin JJ!

Willkommen auf meinem Food-Blog! Schön, dass du da bist.
Essen verbindet und macht glücklich – das erfahre ich seit mehr als einem Jahrzehnt jeden Tag, wenn ich für meine Familie koche und backe. Diese langjährige Leidenschaft und tägliche Praxis fließen in jedes meiner Rezepte ein. Weiterlesen …
* Hinweis zu Links mit Sternchen: Wenn du über diese speziell markierten Links einkaufst, unterstützt du mich durch eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für dich. Mehr dazu findest du hier.
Bewerte das Rezept
Hast du das Rezept nachgekocht? Klicke einfach auf die Sterne - fertig!
Folge mir auf Social Media
Für aktuellen Content direkt in deinem Feed folge mir auf meinen Social Media Kanälen.
Anmelden und nichts verpassen!
Kostenlos neue Rezepte, Tipps und Inspirationen direkt in dein Postfach.
