Patatas Bravas – Der feurige Klassiker aus den Gassen Madrids
Wenn man an spanische Tapas denkt, führt kein Weg an ihnen vorbei: Patatas Bravas. Doch wusstest du, dass dieses Gericht seine Wurzeln im Herzen von Madrid hat? In den 1950er Jahren begannen zwei Bars in der spanischen Hauptstadt, diese knusprigen Kartoffeln mit einer geheimen, scharfen Sauce zu servieren.
Das Geheimnis der authentischen Sauce: Die echte Salsa Brava kommt im Original ganz ohne Tomaten aus! Sie basiert auf einer sogenannten Velouté – einer hellen Mehlschwitze, die mit hochwertigem Pimentón de la Vera (geräuchertes Paprikapulver) und Brühe gebunden wird. Dass viele Varianten heute Tomaten enthalten, liegt vor allem an der touristischen Verbreitung des Gerichts. In Küstenregionen oder außerhalb Madrids wurde die Sauce oft mit Tomaten „gestreckt“, um die Schärfe abzumildern oder sie massentauglicher zu machen. Aber für das wahre Tapas-Gefühl brauchen wir die rauchige Tiefe der reinen Paprika-Sauce!
In Spanien serviert man Patatas Bravas oft mit zwei Saucen: Einem Klecks der scharfen Salsa Brava und einem Klecks kühler Aioli. Die Kombination aus Schärfe und Knoblauch-Creme ist einfach unschlagbar!
Zubereitung
Die Kartoffeln vorbereiten
Wasche und schäle die Kartoffeln (optional, mit Schale schmeckt es rustikaler) und schneide sie in etwa 2–3 cm große, mundgerechte Würfel.
Der Crunch-Tipp
Koche die Kartoffelwürfel für etwa 5–8 Minuten in Salzwasser. Gib das Natron mit ins Kochwasser! Es raut die Oberfläche der Kartoffeln auf. Gieße das Wasser ab und lass die Kartoffeln im Topf gut ausdampfen. Schüttle sie einmal kräftig durch – die stärkehaltige Schicht am Rand sorgt später für die ultimative Kruste.
Knusprig frittieren
Erhitze reichlich Öl in einem Topf oder einer Fritteuse. Brate die Kartoffelwürfel darin goldbraun und knusprig aus. Lass sie auf einem Gitter abtropfen (so bleiben sie krosser als auf Papier!) und bestreue sie sofort mit dem groben Meersalz.
Die Salsa Brava zaubern
Erhitze das Olivenöl in einem kleinen Topf und dünste den geriebenen Knoblauch kurz an. Rühre das Mehl ein, um eine helle Mehlschwitze zu erstellen. Nimm den Topf nach 1–2 Minuten kurz vom Herd und rühre die Paprikapulver sowie das Chilipulver unter. Gieße nun unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen langsam die Gemüsebrühe hinein.
Das Finish
Lasse die Sauce bei mittelschwacher Hitze ca. 5 Minuten sanft köcheln, bis sie eine seidige Konsistenz hat. Mit Salz abschmecken.
Tipp für Tomaten-Fans: Falls du die mildere, touristische Version bevorzugst, kannst du zusammen mit dem Knoblauch eine fein gewürfelte Zwiebel andünsten und einen großen Schluck passierte Tomaten zur Sauce geben. Aber probiere unbedingt erst das Original!
Damit gelingt’s perfekt: Meine Empfehlung

Häufige Fragen und Antworten
Ja, das kannst du! Die Salsa Brava lässt sich wunderbar im Voraus zubereiten und sogar ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Achte darauf, sie in einem luftdichten Behälter zu lagern, damit sie ihr Aroma behält. Wenn du sie servieren möchtest, erwärme sie einfach sanft auf dem Herd. Wenn die Sauce beim Erhitzen zu dick wird, kannst du sie mit etwas Gemüsebrühe oder Wasser verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. So hast du immer eine perfekte Salsa Brava zur Hand, wenn der Appetit auf Tapas ruft!
Kein Pimentón de la Vera zur Hand? Kein Problem! Während das geräucherte Paprikapulver dem Gericht die charakteristische rauchige Tiefe verleiht, kannst du es zur Not durch normales Paprikapulver ersetzen und einen Hauch geräuchertes Salz hinzufügen, um das Raucharoma zu imitieren. Alternativ kannst du auch ein wenig geräucherten Paprika verwenden, wenn du ihn findest. Wichtig ist, dass du die Balance zwischen Schärfe und Rauchigkeit beibehältst, um den authentischen Geschmack der Salsa Brava zu bewahren. Experimentiere ruhig ein wenig, bis du die perfekte Mischung für deinen Gaumen gefunden hast!
Ja, das ist durchaus möglich, wenn du eine leichtere Variante bevorzugst! Heize den Ofen auf 200 Grad Celsius vor und lege die vorbereiteten Kartoffelwürfel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Beträufle sie großzügig mit Öl und bestreue sie mit grobem Meersalz. Damit sie schön knusprig werden, ist es wichtig, dass die Kartoffeln genügend Platz haben und nicht übereinander liegen. Backe sie für etwa 30-40 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Denk daran, sie zwischendurch einmal zu wenden, damit sie gleichmäßig bräunen. Zwar fehlt das typische Frittier-Aroma, aber die Ofenvariante ist eine köstliche und gesündere Alternative!
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