Hol dir das Urlaubsfeeling aus Portugal direkt in deine Küche! Pastéis de Nata (oder auch Pastéis de Belém) sind die unangefochtenen Stars der portugiesischen Cafés. Wer schon einmal in Lissabon war, weiß, dass man an diesen kleinen Sünden einfach nicht vorbeigehen kann.
Die kleinen Törtchen überzeugen mit einer cremig-zarten, nach Vanille und Zimt duftenden Puddingfüllung und einer super knusprigen Blätterteighülle. Das Originalrezept aus dem Stadtteil Belém ist ein streng gehütetes Geheimnis, das nur wenige Bäcker kennen. Die Cremigkeit ist unübertroffen und gehört zu meinen Zielen, eines Tages die perfekte Pastéis de Nata original wie aus Lissabon herzustellen. Aber keine Sorge: Dieses Rezept ist eine wunderbar einfache Variante, die dem Original geschmacklich erstaunlich nahekommt!

Pastéis de Belém vs. Pastéis de Nata: Was ist der Unterschied?
Eigentlich ist es dasselbe Gebäck! Der einzige Unterschied ist der Name und der Ort: Nur die Törtchen aus der historischen Bäckerei Fábrica de Pastéis de Belém in Lissabon dürfen sich offiziell Pastéis de Belém nennen. Alle anderen Bäcker in Portugal und auf der Welt nennen sie Pastéis de Nata (was übersetzt einfach „Sahnethunfisch“... Quatsch, natürlich „Sahnetörtchen“ heißt! 😉).
Woher kommt das Rezept?
Wie so viele berühmte portugiesische Süßwaren wurden auch die Pastéis de Nata von Mönchen erfunden – genauer gesagt im Mosteiro dos Jerónimos in Belém. Da man damals enorme Mengen an Eiweiß brauchte, um die Klosterkleidung zu stärken, blieb jede Menge Eigelb übrig. Um diese nicht zu verschwenden, kreierten die Mönche diese himmlischen Puddingtörtchen. Genial, oder?

Die 3 goldenen Regeln für perfekte Puddingtörtchen
Damit deine Törtchen wie vom Profi-Bäcker aus Lissabon schmecken, beachte diese Tipps:
- Gib dem Ofen ordentlich Hitze: Pastéis de Nata werden traditionell bei sehr hohen Temperaturen gebacken. Scheue dich nicht vor den 240 °C! Nur so karamellisiert der Zucker in der Creme und bildet die typischen dunklen Punkte.
- Die Folie ist Pflicht: Wenn du die heiße Creme zum Abkühlen beiseitestellst, lege die Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche der Creme. So verhinderst du, dass sich eine unschöne Lederhaut bildet.
- Der Daumen-Trick: Um die typische Blätterteig-Spirale am Boden der Törtchen zu bekommen, drücke die Teigscheiben am besten mit einem leicht angefeuchteten Daumen von der Mitte nach außen in die Muffinform.
Lust auf noch mehr Blätterteig-Himmel?
Wenn du die Kombination aus knusprigen Schichten und feiner Creme liebst, musst du nach diesen Törtchen unbedingt auch mein Rezept für französisches Mille-Feuille ausprobieren! Es ist quasi der elegante, geschichtete Cousin der Pastéis de Nata. 😉
Zutaten für 1 Portion
Für 1 PortionZubereitung
Den Blätterteig vorbereiten
Nimm deinen frischen Blätterteig aus dem Kühlschrank. Rolle ihn von der kurzen Seite her fest auf, sodass eine dicke Rolle entsteht. Schneide diese Rolle nun mit einem scharfen Messer in 12 gleichmäßige Scheiben. Lege die Teigstücke direkt wieder in den Kühlschrank, damit der Blätterteig schön kalt bleibt – das ist das Geheimnis für die Knusprigkeit!
Die cremige Füllung kochen
Gib die Milch, das Eigelb und die Speisestärke in einen kleinen Topf und verrühre alles mit dem Schneebesen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Füge nun die Sahne, den Vanilleextrakt, den Zucker, die geriebene Zitronenschale und die Zimtstange hinzu. Bringe die Masse unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze zum Kochen. Du wirst merken, wie sie plötzlich deutlich andickt.
Die Creme abkühlen lassen
Nimm den Topf vom Herd und fische die Zimtstange heraus. Gieße die heiße Creme auf einen flachen Teller oder in eine Schüssel. Lege nun direkt ein Stück Frischhaltefolie auf die Oberfläche der Creme (Klassischer Contact-Covering-Trick!). Lass das Ganze für etwa 10 bis 15 Minuten abkühlen.
Das Finale in der Form
Heize deinen Ofen auf satte 240 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine 12er-Muffinform gut ein und bestäube sie leicht mit Mehl. Nimm deine Teigstücke aus dem Kühlschrank, drücke sie flach und lege sie in die Mulden. Ziehe den Teig mit den Fingern am Rand der Mulden schön weit nach oben.
Rühre die abgekühlte Creme noch einmal kräftig mit dem Schneebesen oder dem Handrührgerät durch, damit sie wieder geschmeidig wird. Verteile sie dann gleichmäßig auf deine 12 vorbereiteten Teigförmchen.
Backen und Genießen
Schiebe die Törtchen für ca. 18 bis 20 Minuten in den Ofen. Behalte sie gegen Ende im Auge: Sobald der Blätterteig goldbraun ist und die Creme die berühmten dunkelbraunen Flecken bekommt, sind sie perfekt! Lass sie nach dem Backen vollständig auskühlen. Traditionell werden sie mit noch etwas Puderzucker und einer Prise Zimt bestreut serviert.
Häufige Fragen und Antworten
Kann ich die Pastéis de Nata im Voraus zubereiten und später servieren?
Ja, du kannst die Pastéis de Nata durchaus im Voraus zubereiten! Sie schmecken frisch aus dem Ofen am besten, aber du kannst sie nach dem Abkühlen auch problemlos einen Tag im Voraus backen. Bewahre sie in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur auf, damit sie ihre Knusprigkeit behalten. Wenn du sie am nächsten Tag servieren möchtest, kannst du sie kurz im Ofen bei niedriger Temperatur aufwärmen, um die Knusprigkeit wieder aufzufrischen. Vermeide es, sie im Kühlschrank zu lagern, da der Blätterteig sonst weich und gummiartig werden könnte. Und vergiss nicht, sie mit etwas Puderzucker und einer Prise Zimt zu bestreuen, kurz bevor du sie servierst – das bringt den Geschmack noch einmal richtig zur Geltung!
Was kann ich tun, wenn meine Creme Klümpchen bildet?
Keine Sorge, das passiert den Besten! Falls deine Creme Klümpchen bildet, liegt das meist daran, dass sie zu schnell erhitzt wurde. Um das zu vermeiden, rühre die Mischung ständig mit einem Schneebesen, während du sie bei mittlerer Hitze erwärmst. Sollte es trotzdem passieren, kannst du die Creme durch ein feines Sieb passieren, um die Klümpchen zu entfernen. Ein kleiner Tipp: Wenn du die Speisestärke vorher in etwas kalter Milch auflöst, bevor du sie zur restlichen Mischung gibst, verringert das die Wahrscheinlichkeit von Klümpchenbildung erheblich. Und keine Panik – selbst wenn nicht alles perfekt glatt ist, wird der Geschmack deiner Pastéis de Nata darunter nicht leiden!
Kann ich die Pastéis de Nata auch mit anderen Aromen verfeinern?
Aber sicher doch! Die klassische Kombination aus Vanille und Zimt ist zwar ein echter Hit, aber du kannst hier kreativ werden. Probiere doch mal, ein wenig Orangen- oder Mandarinenzeste zur Creme hinzuzufügen, um eine fruchtige Note zu erhalten. Auch ein Hauch Muskatnuss oder Kardamom kann spannende Akzente setzen.
Wie bekomme ich die typischen dunklen Flecken auf der Creme?
Diese dunklen Flecken sind das Markenzeichen der Pastéis de Nata und entstehen durch das Karamellisieren des Zuckers in der Creme. Der Trick ist, die Törtchen bei sehr hoher Temperatur zu backen – in diesem Fall bei 240 °C. Dadurch kann der Zucker in der Creme schön karamellisieren und die charakteristischen Flecken bilden. Es ist wichtig, die Törtchen gegen Ende der Backzeit gut im Auge zu behalten, damit sie nicht zu dunkel werden. Falls dein Ofen keine so hohe Temperatur erreicht, kannst du die Törtchen auch kurz unter den Grill stellen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Aber Vorsicht: Das geht schnell! Ein paar Sekunden können hier den Unterschied machen.

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Essen verbindet und macht glücklich – das erfahre ich seit mehr als einem Jahrzehnt jeden Tag, wenn ich für meine Familie koche und backe. Diese langjährige Leidenschaft und tägliche Praxis fließen in jedes meiner Rezepte ein. Weiterlesen …
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