Erdnusshuhn in cremiger Erdnusssoße mit frischem Koriander

Erdnusshuhn - Ghanaische Art

Mein Erdnusshuhn nach ghanaischer Art ist ein aromatisches Schmorgericht mit zartem Hähnchen in cremig-würziger Erdnusssoße. Einfach im Topf zubereitet und ideal zu Reis, Fufu oder gebratenen Kochbananen.

Was dieses Gericht besonders macht

Das ghanaische Erdnusshuhn – in Ghana als „Nkate Nkwan“ (Erdnusssuppe) bekannt – gehört zu den beliebtesten Gerichten der westafrikanischen Küche. Das Besondere ist die Kombination aus herzhafter Erdnussbutter und aromatischer Tomatensoße: Die Erdnussbutter gibt der Soße eine samtige, cremige Textur, während Ingwer, Knoblauch und Chili für ein würzig-warmes Aromaprofil sorgen. Durch das langsame Schmoren wird das Hähnchen butterzart und nimmt die Aromen der Soße vollständig auf.

Die richtigen Zutaten und ihre Funktion

Ich verwende Hähnchenunterkeulen, weil dunkles Fleisch beim Schmoren saftig und zart bleibt – Hühnerbrust würde bei der langen Garzeit eher trocken werden. Die Erdnussbutter sollte möglichst naturbelassen sein (nur Erdnüsse, ohne Zucker oder Palmöl), damit die Soße den authentischen, nussigen Geschmack bekommt. Passierte Tomaten bilden zusammen mit etwas Tomatenmark die sämige Basis der Soße. Frischer Ingwer und Knoblauch bringen die typisch westafrikanische Würze, und der frische Koriander sorgt am Ende für eine zitrusartige Frischenote als Kontrast zur reichhaltigen Soße.

So gelingt das Erdnusshuhn

  1. Hähnchen erst scharf anbraten – Durch kräftiges Anbraten bei hoher Hitze entwickelt das Fleisch Röstaromen, die der gesamten Soße mehr Geschmackstiefe verleihen.
  2. Niedrige Hitze beim Schmoren – Die Soße bei schwacher Hitze köcheln lassen, damit das Fleisch langsam gar wird und sich vom Knochen löst, ohne zäh zu werden.
  3. Erdnussbutter erst zum Schluss – Erst in den letzten Minuten einrühren, damit sie ihren vollen Geschmack behält und die Soße gleichmäßig cremig wird.
  4. Abschmecken ist entscheidend – Die Balance aus Salz, Chili und Erdnuss macht das Gericht. Zum Schluss probieren und nach eigenem Geschmack anpassen.

Dazu passt das Erdnusshuhn

Die klassische Beilage in Ghana ist Fufu – ein glatter, elastischer Teig aus gestampftem Maniok oder Kochbanane, der in Stücken abgerissen und in die Soße getunkt wird. Wer es einfacher mag, serviert das Erdnusshuhn mit Basmatireis oder Jasminreis, der die cremige Soße gut aufnimmt. Auch gebratene Kochbananen (Plantains) passen hervorragend: Ihre leichte Süße bildet einen schönen Kontrast zur würzigen Erdnusssoße.

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Zutaten

Für 4 Portionen
4
1 kg Hähnchenunterkeulen
2 Karotten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
500 ml passierte Tomaten
2 EL Erdnussbutter
N.B. Salz und Pfeffer
N.B. neutrales Öl
½ Bund Koriander
½ TL Ingwer
Arbeitszeit
15 Min.
Gesamt
1 Std.

Zubereitung

  1. Hähnchen anbraten

    Einen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze mit etwas Öl erhitzen. Die Haut der Hähnchenunterkeulen mit einer Küchenschere entfernen und die Keulen im heißen Öl von allen Seiten ca. 3–4 Minuten goldbraun anbraten. Das Fleisch muss jetzt noch nicht durchgegart sein – es gart später in der Soße fertig. Anschließend aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.

  2. Zutaten anbraten

    Zwiebeln und Karotten in kleine Würfel schneiden, Ingwer und Knoblauch fein hacken. Im selben Topf bei mittlerer Hitze etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 3–4 Minuten glasig dünsten. Den Knoblauch und Ingwer hinzufügen und etwa 30 Sekunden mitbraten, bis sie duften – nicht zu lange, damit der Knoblauch nicht verbrennt. Danach die Karotten hinzugeben und etwa 5 Minuten mitbraten, bis sie leicht weich werden.

  3. Soße köcheln lassen

    Mit passierten Tomaten und Hühnerbrühe ablöschen und einmal aufkochen lassen. Die Hähnchenkeulen zurück in den Topf geben, sodass sie größtenteils von der Soße bedeckt sind. Die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und die Soße mit leicht aufgelegtem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht vom Knochen löst.

  4. Soße anpassen

    Die Erdnussbutter in die heiße Soße einrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Bei Bedarf mehr Erdnussbutter hinzufügen, um die Soße cremiger und nussiger zu machen. Die Soße weitere 3–5 Minuten köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden. Mit Chilipulver, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mit frisch gehacktem Koriander bestreuen.

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Häufige Fragen und Antworten

Was ist Fufu und wie wird es gemacht?

Fufu ist eine traditionelle westafrikanische Beilage aus gestampftem Maniok, Yams oder Kochbanane. Der gekochte Teig wird so lange gestampft oder gerührt, bis er eine glatte, elastische Konsistenz hat. Man reißt kleine Stücke ab und tunkt sie in die Soße – Fufu wird dabei traditionell nicht gekaut, sondern geschluckt. Wer kein Fufu selbst machen möchte, findet in vielen Afro-Shops Instant-Fufu-Mehl, das nur mit heißem Wasser angerührt werden muss.

Welche Erdnussbutter eignet sich am besten?

Am besten eignet sich naturbelassene Erdnussbutter ohne Zucker, Palmöl oder andere Zusätze – also reines Erdnussmus. Die cremige Variante lässt sich leichter einrühren, aber auch crunchy Erdnussbutter funktioniert und gibt der Soße eine interessante Textur mit kleinen Erdnussstückchen. In vielen Afro-Shops gibt es auch spezielle Erdnusspaste, die besonders intensiv im Geschmack ist.

Kann ich das Erdnusshuhn auch mit Hühnerbrust zubereiten?

Ja, Hühnerbrust funktioniert ebenfalls, wird beim langen Schmoren aber schneller trocken als Unterkeulen oder Oberkeulen. Wenn du Brust verwendest, schneide sie in große Würfel und gib sie erst in den letzten 20–25 Minuten zur Soße, damit sie nicht zäh wird. Grundsätzlich eignet sich jedes Teilstück mit Knochen gut, da der Knochen zusätzlichen Geschmack an die Soße abgibt.

Wie kann ich die Schärfe anpassen?

Das Chilipulver ist der einfachste Weg, die Schärfe zu steuern – starte mit einer kleinen Menge und steigere nach Geschmack. Für authentisch ghanaische Schärfe kannst du statt Chilipulver auch frische Scotch-Bonnet-Chilis verwenden (eine halbe bis eine ganze, je nach Hitzetoleranz). Wer es mild mag, lässt das Chilipulver einfach weg – die Soße schmeckt auch ohne Schärfe aromatisch und vollmundig.

Kann ich das Gericht vorbereiten oder einfrieren?

Das Erdnusshuhn eignet sich hervorragend zum Vorbereiten und Aufwärmen – am nächsten Tag schmeckt es sogar oft noch besser, weil die Aromen weiter durchziehen. Im Kühlschrank hält es sich 3–4 Tage. Einfrieren ist ebenfalls möglich: Die Soße mit dem Fleisch portionsweise in Behälter füllen und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Aufwärmen langsam im Topf bei niedriger Hitze erwärmen und bei Bedarf etwas Brühe hinzufügen.

Video zum Rezept

YouTube-Video: Erdnusshuhn - Ghanaische Art

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Essen verbindet und macht glücklich – das erfahre ich seit mehr als einem Jahrzehnt jeden Tag, wenn ich für meine Familie koche und backe. Diese langjährige Leidenschaft und tägliche Praxis fließen in jedes meiner Rezepte ein. Weiterlesen …

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