Mole Poblano - Hähnchen in Chili-Schokoladensauce

Mole Poblano ist das unangefochtene Nationalgericht Mexikos und erfreut sich dort einer fast schon heiligen Beliebtheit – und das aus gutem Grund! Dieses herzhafte Huhn in einer komplexen, tiefdunklen Sauce besticht durch die außergewöhnliche Kombination aus rauchigen Chilis und der herben Süße von echtem Kakao. Wer diese Aromentiefe einmal erlebt hat, versteht, warum dieses Rezept als eines der komplexesten der Welt gilt.
Der „Slow Food“-Tipp für echte Authentizität
Ein wichtiger Punkt für dein perfektes Mexiko-Erlebnis: Mole Poblano ist kein schnelles Alltagsgericht, sondern der Inbegriff von Slow Food. In Mexiko ist es das klassische Festtagsessen, das traditionell bei Hochzeiten, Taufen oder zum berühmten Día de los Muertos (Tag der Toten) serviert wird.
Die Zubereitung gilt als ultimativer Liebesbeweis der Köchin oder des Kochs, da das Rösten und Mahlen der über 20 Zutaten oft Tage in Anspruch nimmt (Urrezept). Meine Variante nimmt auch etwas Zeit in Anspruch, aber keine Sorge, ihr werdet nicht mehrere Tage in der Küche stehen müssen und trotzdem ein tolles, authentisches Ergebnis bekommen!
So servierst du Mole richtig
Traditionell wird das Gericht mit Maistortillas (Tortillas de Maíz) gereicht, die den erdigen Geschmack der Sauce besser unterstreichen als die im Norden üblichen Weizenvarianten. Zusammen mit klassischem rotem Reis und einer großzügigen Prise geröstetem Sesam (Ajonjolí) hast du ein authentisches Stück mexikanisches Weltkulturerbe auf dem Teller. Definitiv ein Erlebnis, das man in seinem Leben einmal probiert haben sollte!
Was macht Mole Poblano so besonders?
Es ist die extreme Aromentiefe. Mole ist nicht einfach nur „scharf“ oder „süß“. Es ist ein Balanceakt:
- Die Textur: Durch gemahlene Nüsse, Kerne und geröstete Tortillas wird die Sauce sämig und dickflüssig.
- Der Geschmack: Die herbe Süße des Kakaos maskiert nicht die Schärfe der Chilis (meist Ancho, Mulato/Guajillo und Pasilla), sondern hebt deren rauchige Noten hervor.
- Die Handarbeit: Traditionell werden alle Zutaten einzeln geröstet und auf einem Metate (Mahlstein) zermahlen.
Was serviert man zu Mole Poblano?
In der Region Puebla, wo die Mole herkommt, serviert man traditionell Maistortillas (Tortillas de Maíz) statt Weizentortillas. Weizen ist eher im Norden Mexikos typisch, während der Süden und das Zentrum auf Mais schwören.
Klassische Beilagen:
- Geflügel: Traditionell Truthahn, heute meist Hähnchenbrust oder -schenkel.
- Arroz Rojo: Mexikanischer roter Reis (mit Tomaten und Knoblauch gekocht).
- Sesam (Ajonjolí): Ein Muss! Die Sauce wird vor dem Servieren großzügig mit gerösteten Sesamsamen bestreut.
- Zwiebelringe: Oft werden feine, rohe Zwiebelringe als frischer Kontrast darübergelegt.
Der authentische Shortcut: Mole Poblano für Eilige
Hand aufs Herz: Nicht jeder hat die Zeit (oder die Geduld), tagelang in der Küche zu stehen, um über 20 Zutaten einzeln zu rösten und zu vermahlen. Wenn du diesen einzigartigen, authentischen Geschmack trotzdem erleben möchtest, gibt es einen Trick, den sogar viele mexikanische Familien nutzen:
Die Mole-Paste von Doña María. Sie gilt als der Goldstandard unter den Fertigpasten und fängt die komplexe Aromenwelt Pueblas hervorragend ein.
Zutaten für 4 Portionen
Zubereitung
Hähnchen garen und zupfen
Traditionell wird dieses Gericht mit Hähnchenkeulen zubereitet – alternativ funktioniert aber auch Hähnchenbrust sehr gut, was auch meine bevorzugte Variante ist.
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Hälfte der Zwiebeln, die Knoblauchzehen, das Lorbeerblatt sowie die Hähnchenkeulen oder -brust hinzufügen und alles gemeinsam etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch schön zart ist.
Das Hähnchen aus dem Sud nehmen und die Brühe beiseitestellen. Die Hähnchenbrust anschließend mit zwei Gabeln in feine Stücke zupfen.
Gewürze anrösten
Die Schokolade in die Brühe geben, in der zuvor das Hähnchen gekocht wurde.
Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen. Die folgenden Gewürze nacheinander – ohne Öl – anrösten, bis sie ihre Aromen entfalten: Sesamkörner, Piment, Kreuzkümmel, Zimt, Nelken und Muskat.
Zutaten anbraten und pürieren
Die Chilis mit Küchenpapier abwischen, entkernen und beiseitelegen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Chilis darin von beiden Seiten kurz anbraten. Anschließend in die Brühe geben.
Die restlichen Zwiebeln und den Knoblauch ebenfalls leicht anbraten und in einen Mixer* geben. Dasselbe mit der Tomate wiederholen. Danach auch die angebratenen Chilis hinzufügen, etwas von der Brühe dazugießen und alles zu einer glatten Masse pürieren.
Sauce köcheln lassen
Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Sauce aus dem Mixer hineingeben. Wer möchte, kann die Sauce zuvor durch ein Sieb streichen – dieser Schritt ist optional, sorgt aber für eine besonders feine Konsistenz.
Die restliche Hühnerbrühe hinzufügen und die Sauce etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Falls nötig, mit etwas Saucenbinder oder in Wasser angerührter Stärke andicken.
Das zerkleinerte Hähnchen in die Sauce geben, kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit geröstetem Sesam garnieren und zum Beispiel mit Reis, Tortillas und Avocado servieren.

Zutaten für 4 Portionen
Mole Poblano - Hähnchen in Chili-Schokoladensauce
Mole Poblano ist das unangefochtene Nationalgericht Mexikos und erfreut sich dort einer fast schon heiligen Beliebtheit – und das aus gutem Grund! Dieses herzhafte Huhn in einer komplexen, tiefdunklen Sauce besticht durch die außergewöhnliche Kombination aus rauchigen Chilis und der herben Süße von echtem Kakao. Wer diese Aromentiefe einmal erlebt hat, versteht, warum dieses Rezept als eines der komplexesten der Welt gilt.
Der „Slow Food“-Tipp für echte Authentizität
Ein wichtiger Punkt für dein perfektes Mexiko-Erlebnis: Mole Poblano ist kein schnelles Alltagsgericht, sondern der Inbegriff von Slow Food. In Mexiko ist es das klassische Festtagsessen, das traditionell bei Hochzeiten, Taufen oder zum berühmten Día de los Muertos (Tag der Toten) serviert wird.
Die Zubereitung gilt als ultimativer Liebesbeweis der Köchin oder des Kochs, da das Rösten und Mahlen der über 20 Zutaten oft Tage in Anspruch nimmt (Urrezept). Meine Variante nimmt auch etwas Zeit in Anspruch, aber keine Sorge, ihr werdet nicht mehrere Tage in der Küche stehen müssen und trotzdem ein tolles, authentisches Ergebnis bekommen!
So servierst du Mole richtig
Traditionell wird das Gericht mit Maistortillas (Tortillas de Maíz) gereicht, die den erdigen Geschmack der Sauce besser unterstreichen als die im Norden üblichen Weizenvarianten. Zusammen mit klassischem rotem Reis und einer großzügigen Prise geröstetem Sesam (Ajonjolí) hast du ein authentisches Stück mexikanisches Weltkulturerbe auf dem Teller. Definitiv ein Erlebnis, das man in seinem Leben einmal probiert haben sollte!
Was macht Mole Poblano so besonders?
Es ist die extreme Aromentiefe. Mole ist nicht einfach nur „scharf“ oder „süß“. Es ist ein Balanceakt:
- Die Textur: Durch gemahlene Nüsse, Kerne und geröstete Tortillas wird die Sauce sämig und dickflüssig.
- Der Geschmack: Die herbe Süße des Kakaos maskiert nicht die Schärfe der Chilis (meist Ancho, Mulato/Guajillo und Pasilla), sondern hebt deren rauchige Noten hervor.
- Die Handarbeit: Traditionell werden alle Zutaten einzeln geröstet und auf einem Metate (Mahlstein) zermahlen.
Was serviert man zu Mole Poblano?
In der Region Puebla, wo die Mole herkommt, serviert man traditionell Maistortillas (Tortillas de Maíz) statt Weizentortillas. Weizen ist eher im Norden Mexikos typisch, während der Süden und das Zentrum auf Mais schwören.
Klassische Beilagen:
- Geflügel: Traditionell Truthahn, heute meist Hähnchenbrust oder -schenkel.
- Arroz Rojo: Mexikanischer roter Reis (mit Tomaten und Knoblauch gekocht).
- Sesam (Ajonjolí): Ein Muss! Die Sauce wird vor dem Servieren großzügig mit gerösteten Sesamsamen bestreut.
- Zwiebelringe: Oft werden feine, rohe Zwiebelringe als frischer Kontrast darübergelegt.
Der authentische Shortcut: Mole Poblano für Eilige
Hand aufs Herz: Nicht jeder hat die Zeit (oder die Geduld), tagelang in der Küche zu stehen, um über 20 Zutaten einzeln zu rösten und zu vermahlen. Wenn du diesen einzigartigen, authentischen Geschmack trotzdem erleben möchtest, gibt es einen Trick, den sogar viele mexikanische Familien nutzen:
Die Mole-Paste von Doña María. Sie gilt als der Goldstandard unter den Fertigpasten und fängt die komplexe Aromenwelt Pueblas hervorragend ein.
Zubereitung
Hähnchen garen und zupfen
Traditionell wird dieses Gericht mit Hähnchenkeulen zubereitet – alternativ funktioniert aber auch Hähnchenbrust sehr gut, was auch meine bevorzugte Variante ist.
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Hälfte der Zwiebeln, die Knoblauchzehen, das Lorbeerblatt sowie die Hähnchenkeulen oder -brust hinzufügen und alles gemeinsam etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch schön zart ist.
Das Hähnchen aus dem Sud nehmen und die Brühe beiseitestellen. Die Hähnchenbrust anschließend mit zwei Gabeln in feine Stücke zupfen.
Gewürze anrösten
Die Schokolade in die Brühe geben, in der zuvor das Hähnchen gekocht wurde.
Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen. Die folgenden Gewürze nacheinander – ohne Öl – anrösten, bis sie ihre Aromen entfalten: Sesamkörner, Piment, Kreuzkümmel, Zimt, Nelken und Muskat.
Zutaten anbraten und pürieren
Die Chilis mit Küchenpapier abwischen, entkernen und beiseitelegen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Chilis darin von beiden Seiten kurz anbraten. Anschließend in die Brühe geben.
Die restlichen Zwiebeln und den Knoblauch ebenfalls leicht anbraten und in einen Mixer* geben. Dasselbe mit der Tomate wiederholen. Danach auch die angebratenen Chilis hinzufügen, etwas von der Brühe dazugießen und alles zu einer glatten Masse pürieren.
Sauce köcheln lassen
Etwas Öl in einem großen Topf erhitzen und die Sauce aus dem Mixer hineingeben. Wer möchte, kann die Sauce zuvor durch ein Sieb streichen – dieser Schritt ist optional, sorgt aber für eine besonders feine Konsistenz.
Die restliche Hühnerbrühe hinzufügen und die Sauce etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Falls nötig, mit etwas Saucenbinder oder in Wasser angerührter Stärke andicken.
Das zerkleinerte Hähnchen in die Sauce geben, kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit geröstetem Sesam garnieren und zum Beispiel mit Reis, Tortillas und Avocado servieren.
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