Tom Yum Kung – scharf-saure Thai-Suppe mit Garnelen

Mich fasziniert das Essen aus asiatischen Ländern schon lange, weil ich die Kombination aus exotischen Zutaten, frischen Kräutern und intensiven Gewürzen einfach liebe. Die Aromen wirken oft so wunderbar harmonisch und trotzdem aufregend – und genau das trifft für mich auch auf Tom Yum Kung zu.
Tom Yum Kung ist eine der bekanntesten thailändischen Suppen. Sie ist intensiv aromatisch, frisch, angenehm scharf und gleichzeitig wunderbar leicht. Die Kombination aus Zitronengras, Galgant, Kaffir-Limettenblättern (Makrut), Chili, Fischsauce und frischem Limettensaft verleiht der Suppe ihren unverwechselbaren Geschmack.
Mit Garnelen, Pilzen und knackigem Pak Choi wird daraus eine schnelle und aromatische Mahlzeit, die in kurzer Zeit auf dem Tisch steht. Für mich ist sie besonders an kalten Tagen perfekt: Sie wärmt von innen, ist leicht und hat durch die Chilis gleichzeitig diesen kleinen Extra-Kick.
Was ist Tom Yum Kung?
Tom Yum Kung, auch Tom Yum Goong genannt, ist eine thailändische scharf-saure Suppe mit Garnelen. „Goong“ bezeichnet dabei die Garnelen. Je nach Zubereitung gibt es Tom Yum als klare Suppe oder in einer cremigeren Variante. Meine Version ist eine unkomplizierte, klare Tom Yum mit Garnelen, Gemüse und vielen frischen Aromen.
Das Besondere an der Suppe ist das Zusammenspiel verschiedener Geschmacksrichtungen: scharf, sauer, salzig und leicht süß. Keine dieser Komponenten sollte dabei komplett überwiegen. Gerade diese Balance macht eine gute Tom Yum so spannend.
Warum ich diese Tom Yum Kung so liebe
Was ich an meiner Tom Yum besonders liebe, ist das perfekte Spiel zwischen der Schärfe der Chilis und der Leichtigkeit der Garnelen. Sie ist nicht einfach nur scharf, sondern bekommt durch den Galgant, die aromatischen Limettenblätter und die Fischsauce eine tolle Tiefe.
Und obwohl die Zutatenliste vielleicht zunächst etwas exotisch klingt, ist die Zubereitung wirklich unkompliziert. Sobald die Brühe mit den aromatischen Zutaten durchgezogen ist, kommen Gemüse und Garnelen dazu – und schon ist die Suppe fertig.
Für mich ist dieses Tom-Yum-Rezept deshalb perfekt, wenn ich Lust auf etwas Besonderes habe, aber nicht stundenlang in der Küche stehen möchte.
Garnelensud für noch mehr Geschmack
Wenn du etwas mehr Zeit hast und deine Tom Yum Kung besonders aromatisch machen möchtest, kannst du aus den Garnelenschalen einen schnellen Garnelensud zubereiten.
Dafür schälst du die Garnelen und bewahrst die Schalen – und wenn vorhanden auch die Köpfe – auf. Brate sie kurz in etwas Öl an, bis sie intensiv duften und eine kräftige Farbe bekommen. Anschließend löschst du sie mit Wasser ab und lässt alles etwa 5–10 Minuten sanft köcheln. Danach gießt du den Sud durch ein feines Sieb und verwendest ihn als Basis für deine Suppe.
Die Garnelenschalen bringen viel Umami und einen intensiven Meeresgeschmack in die Brühe. Ein schneller Garnelensud ist deshalb eine tolle Möglichkeit, aus einer einfachen Suppe geschmacklich noch mehr herauszuholen.
Für meine einfache Alltagsversion greife ich allerdings auf milde Hühnerbrühe zurück. Damit ist die Tom Yum besonders schnell zubereitet und trotzdem wunderbar aromatisch.
Wenn deine Garnelen bereits geschält sind und keine Schalen mehr vorhanden sind, ist eine gute ungesalzene Hühnerbrühe die unkomplizierteste Alternative.
Diese Zutaten machen die Tom Yum so aromatisch
Ein paar Zutaten sind für den typischen Geschmack der Suppe besonders wichtig.
Galgant
Der frische Galgant sorgt für eine würzige, leicht pfeffrige und zitronige Note. Er schmeckt nicht genauso wie Ingwer und lohnt sich deshalb, wenn du ihn bekommen kannst.
Du findest frischen Galgant meistens in gut sortierten Asia-Märkten. Oft gibt es ihn dort frisch oder tiefgekühlt. Falls du keinen Galgant bekommst, kannst du ersatzweise Ingwer verwenden. Der Geschmack verändert sich dadurch etwas, die Suppe bleibt aber trotzdem lecker.
Zitronengras
Zitronengras bringt das typische frische, zitronige Aroma in die Brühe. Klopfe die Stangen vor dem Kochen mit der Rückseite eines Messers leicht an. Dadurch können sie ihr Aroma besser an die Suppe abgeben.
Makrut-Limettenblätter
Auch die Makrut-Limettenblätter – häufig noch unter der älteren Bezeichnung Kaffir-Limettenblätter zu finden – sind für das Aroma besonders schön. Du bekommst sie in vielen Asia-Märkten frisch oder tiefgekühlt.
Wenn du sie nicht findest, kannst du sie für diese einfache Variante auch weglassen. Die Suppe schmeckt trotzdem gut, verliert allerdings einen Teil ihres charakteristischen Zitrusaromas.
Garnelen
Für die Tom Yum eignen sich rohe Garnelen besonders gut. Du kannst je nach Größe geschälte Garnelen oder Garnelen mit Schale verwenden. Wichtig ist vor allem, sie nicht zu lange zu garen. Sobald sie rosa und gerade durchgegart sind, kannst du die Suppe vom Herd nehmen.
Die richtige Balance bei Tom Yum
Eine gute Tom Yum lebt von ihrer Balance. Die Brühe sollte gleichzeitig scharf, sauer und salzig schmecken und durch eine kleine Menge Zucker etwas abgerundet werden.
Deshalb solltest du die Suppe am Ende unbedingt noch einmal abschmecken. Je nach verwendeter Fischsauce, Limette und Schärfe der Chilis kann die benötigte Menge etwas variieren.
Besonders wichtig: Gib den Limettensaft erst nach dem Ausschalten der Hitze dazu. So bleibt sein frisches Aroma besser erhalten und die Säure wirkt schön lebendig.
Du willst auch noch mehr Leckereien aus der asiatischen Küche?
Wenn du noch mehr Lust auf asiatische Küche hast, probiere unbedingt auch mein Dakgangjeon – Korean Fried Chicken. Das knusprige koreanischen Hähnchen sind wahnsinnig lecker und aromatisch.
Für Ramen-Fans findest du mit meinem Ramen Grundrezept eine weitere aromatische Suppe, bei der du deine eigene Brühe und verschiedene Toppings kombinieren kannst.
Wenn du lieber kleine Häppchen magst, sind meine Lumpia Shanghai – knusprige philippinische Frühlingsrollen – perfekt zum Teilen.
Und wenn es gerne etwas schärfer sein darf, solltest du meine Gyoza in scharfer Chili-Sauce ausprobieren.
Zutaten für 2 Portionen
Für die Suppe
Zum Garnieren
Zubereitung
Garnelen vorbereiten
Schäle die Garnelen und entferne den Darm. Wenn deine Garnelen noch Schalen haben, kannst du diese für einen schnellen Garnelensud aufbewahren. Für diese unkomplizierte Variante verwenden wir jedoch direkt eine gute, milde Hühnerbrühe.
Aromen vorbereiten
Wasche das Zitronengras und klopfe die Stangen mit der Rückseite eines Messers kräftig an, damit sie ihr Aroma besser abgeben. Schneide sie anschließend in grobe Stücke. Schneide den Galgant in dünne Scheiben. Zerreibe die Limettenblätter kurz zwischen den Fingern und reiße sie grob auseinander. Schneide die Thai-Chilis und den Knoblauch fein.
Tom-Yum-Brühe ansetzen
Gib die Hühnerbrühe in einen Topf und bringe sie zum Kochen. Gib Zitronengras, Galgant, Limettenblätter und Chili dazu und lasse die Brühe bei mittlerer Hitze etwa 5–7 Minuten sanft köcheln. So können die aromatischen Zutaten ihre typischen Aromen an die Brühe abgeben.
Pilze und Pak Choi dazugeben
Putze die Pilze und schneide sie in mundgerechte Stücke. Schneide die weißen, festen Teile des Pak Choi etwas kleiner und gib sie zusammen mit den Pilzen in die Suppe. Lasse alles etwa 2 Minuten köcheln. Die grünen Pak-Choi-Blätter kannst du etwas später dazugeben, damit sie schön knackig bleiben.
Tom Yum abschmecken & Garnelen garen
Gib Fischsauce, Zucker und Knoblauch dazu und rühre alles gut um. Schmecke die Suppe zunächst vorsichtig ab – die Fischsauce sorgt bereits für ordentlich Salz und Würze.
Gib die rohen Garnelen in die heiße Suppe und lasse sie je nach Größe etwa 1–2 Minuten garen, bis sie gerade durchgegart und rosa sind. Gare sie nicht länger als nötig, damit sie schön saftig bleiben.
Mit Limette verfeinern
Nimm den Topf vom Herd und rühre den frisch gepressten Limettensaft ein. Dadurch bleibt das frische, säuerliche Aroma der Limette besonders schön erhalten. Schmecke die Tom Yum Kung abschließend ab und gib bei Bedarf noch etwas Limettensaft, Fischsauce oder Zucker dazu. Die Suppe sollte angenehm scharf, sauer, salzig und leicht süßlich schmecken.
Servieren
Verteile die heiße Tom-Yum-Suppe auf zwei Schalen und garniere sie mit frischem Koriander und fein geschnittenen Frühlingszwiebeln. Zitronengras, Galgant und Makrut-Limettenblätter dienen vor allem dazu, die Brühe zu aromatisieren und werden nicht mitgegessen.
Kochmodus: Besser als gedruckt!
Nutze den Kochmodus für die beste Koch-Erfahrung:
Der Button befindet sich direkt über den Zutaten
- Bildschirm bleibt an: Dein Display bleibt während des Kochens aktiv
- Step-by-step Guide: Navigiere Schritt für Schritt durch die Zubereitung
- Immer aktuell: Erhalte die neuesten Versionen der Rezepte
- Zutaten abhaken: Markiere erledigte Zutaten während des Kochens
